Frei sprechen, ablesen oder Karteikarten
Es gibt drei Arten, eine Rede zu halten, und alle sind in Ordnung.
| Art | Gut für | Worauf achten |
|---|---|---|
| Ablesen von einer Vortragsfassung | erste Rede, emotionale Anlässe, lange Reden | große Schrift, ein Satz je Zeile, nach jedem Satz hochschauen |
| Karteikarten mit dem vollen Text | wer etwas in der Hand braucht und trotzdem freier wirken will | nummerieren, nie einen Satz über zwei Karten trennen |
| Stichwortkarten | geübte Redner, wer die Rede schon gut kennt | nur Stichworte je Abschnitt, den Toast trotzdem ausschreiben |
Bei uns bekommen Sie die ersten beiden immer, die Stichwortkarten mit der Kurzfassung für 5 € dazu.
So ist unsere Vortragsfassung gesetzt
Jeder Satz beginnt auf einer neuen Zeile, lange Sätze sind an den Atemstellen umbrochen. Betonte Wörter sind unterstrichen. Ein Zeichen am Ende eines Absatzes heißt: kurz Luft holen und in den Saal schauen. Wo die Gäste lachen dürften, steht „Lacher abwarten“. Über jedem Teil steht, nach wie vielen Minuten Sie dort ungefähr sind, und vor dem Toast der Hinweis, das Glas in die Hand zu nehmen. Hinten folgt die Rede noch einmal als Fließtext.
Üben in drei Durchgängen
- Laut lesen, langsam. Markieren Sie jedes Wort, über das Sie stolpern, und ändern Sie es in der Word-Datei. Ein Satz, der Ihnen schwer über die Lippen geht, klingt im Saal genauso.
- Mit der Uhr. Sprechen Sie in dem Tempo, das Sie am Abend haben wollen. Vergleichen Sie mit den Zeitmarken. Wer deutlich schneller ist, macht mehr Pausen.
- Vor jemandem. Partner, Freundin, Handykamera. Schauen Sie nach jedem Satz hoch. Danach können Sie es.
Gegen Nervosität
Nervosität vor einer Rede ist normal und verschwindet meist nach den ersten Sätzen. Was hilft: den ersten Satz auswendig können, weil er der schwerste ist. Vor dem Aufstehen einmal tief ausatmen. Ein Glas Wasser griffbereit. Und den Blick auf zwei, drei freundliche Gesichter im Saal richten, nicht auf die Wand. Wer am Abend vorher nur eine Frage hat, nämlich „Was sage ich, wenn mir die Stimme bricht?“: eine Pause machen, lächeln, weitersprechen. Die Gäste nehmen Ihnen so einen Moment nicht übel, meist rührt er sie.
Am Tag der Feier
Klären Sie, wann Sie dran sind und ob es ein Mikrofon gibt. Halten Sie das Mikrofon eine Handbreit vor den Mund. Stehen Sie so, dass die Person, um die es geht, Sie sieht. Und warten Sie mit dem ersten Wort, bis es ruhig ist.
Sie möchten eine Rede, die sich leicht halten lässt, weil sie dafür gesetzt ist? Angaben eintragen, und Sie bekommen Vortragsfassung, Karteikarten und Word-Datei per E-Mail. Wie lang sie sein sollte, zeigt der Redezeit-Rechner, wie sie aufgebaut ist, die Seite Aufbau einer Rede.
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Häufige Fragen
Soll ich meine Rede frei halten oder ablesen?
Ablesen ist erlaubt, wenn Sie oft hochschauen. Eine Vorlage mit großer Schrift und einem Satz je Zeile macht das leicht. Ganz frei sprechen nur, wenn Sie die Rede wirklich sicher können, sonst lieber mit Karteikarten oder Stichworten.
Wie oft sollte ich die Rede üben?
Mindestens dreimal laut, einmal davon vor einer anderen Person oder mit Aufnahme auf dem Handy. Beim ersten Mal finden Sie Stolperstellen, beim zweiten die Pausen, beim dritten die Sicherheit.
Was tun, wenn ich den Faden verliere?
Kurz auf die Karte schauen, durchatmen, weitermachen. Die Gäste merken eine Pause kaum, sie halten sie oft für Absicht. Nummerierte Karteikarten mit dem Titel des Abschnitts helfen, die Stelle schnell wiederzufinden.