Der Bau, der fast immer trägt
- Anrede. Wen Sie ansprechen und in welcher Reihenfolge: zuerst die Person im Mittelpunkt, dann die Familie, dann die Gäste. „Liebe Lena, lieber Tom, liebe Familien,“.
- Einstieg mit einer Szene. Ein bestimmter Tag statt einer Gewohnheit. Erste Sätze kurz.
- Wer spricht, wenn nicht alle Gäste Sie kennen. Zwei, drei Sätze reichen.
- Eine zweite Geschichte oder, bei Hochzeiten, wie die beiden sich kennengelernt haben.
- Was den Menschen ausmacht, gezeigt an Beispielen. Eine Eigenschaft ohne Beispiel bleibt eine Behauptung.
- Die Wendung. Nach den Lachern zwei ruhige Sätze, was dieser Mensch Ihnen bedeutet.
- Wunsch und Toast.
Dieser Bau ist bei uns je Anlass und Rolle fest hinterlegt. Ein Brautvater beginnt mit einer Begrüßung, weil er Gastgeber ist, ein Trauzeuge steigt direkt mit der Geschichte ein, das Geburtstagskind selbst endet mit einem Dank. Für jeden Abschnitt rechnet das Programm ein Wortbudget aus der gewünschten Länge aus.
Der Anfang
Die ersten 20 Sekunden entscheiden, ob der Saal zuhört. Hier drei Einstiege für dieselbe Geschichte, vom schwächsten zum stärksten:
„Ich möchte euch heute eine kleine Geschichte über Tom erzählen.“
„Tom ist ein Mensch, der alles selbst machen will. Das zeigt diese Geschichte.“
„Sommer 2016, Kassel, Lenas erste Wohnung. Tom baut das Regal auf. Ohne Anleitung.“
Der dritte Einstieg setzt die Gäste mitten in die Szene. Sie sehen das Regal, sie ahnen die übrigen Schrauben, und sie warten auf die Pointe. (Namen erfunden.)
Die Mitte
In der Mitte erzählen Sie. Jede Geschichte braucht vier Dinge: wann, wo, wer war dabei, was ist passiert. Wörtliche Rede wirkt, wenn sie echt ist. Die Pointe steht am Satzende, danach eine Pause. Was die Geschichte bedeutet, müssen Sie nicht erklären. Die Gäste verstehen es.
Eigenschaften zeigen Sie an Beispielen. „Sie ist großzügig“ hört niemand. „Bei ihr ist immer ein Teller mehr gedeckt, falls jemand vorbeikommt“ sieht jeder vor sich.
Der Schluss
Der Schluss hat zwei Teile. Zuerst die Wendung: ein, zwei ruhige Sätze, ohne Witz. Hier passt ein Satz, den die Person oft sagt, wörtlich zitiert. Dann der Wunsch und der Toast. Der Toast ist kurz, und der letzte Satz sagt, auf wen angestoßen wird.
„Ich wünsche euch, dass Lena den Stadtplan nie aus der Hand gibt. Dann kommt ihr an. Hebt bitte das Glas. Auf Lena und Tom.“
Den Bau nicht selbst zimmern
Wer die Geschichten hat, aber nicht die Zeit, sie in diesen Bau zu setzen: Angaben eintragen, und die Software baut die Rede nach dem Aufbau für Ihren Anlass und Ihre Rolle, mit Vortragsfassung und Karteikarten. Wie lang die einzelnen Teile sein dürfen, zeigt die Seite Wie lang sollte eine Rede sein, wie Sie sie halten, die Seite Rede halten. Den Bau für Hochzeiten im Einzelnen finden Sie unter Hochzeitsrede.
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Häufige Fragen
Wie fange ich eine Rede an?
Mit einem bestimmten Tag, einem Ort und einem Detail, in kurzen Sätzen. Die Begrüßung können Sie davor in einem Satz erledigen oder ganz der Anrede überlassen. Sätze wie „Ich freue mich, heute ein paar Worte sagen zu dürfen“ verschenken den wichtigsten Moment.
Wie beende ich eine Rede?
Mit einem Wunsch, der aus einer Ihrer Geschichten kommt, und einem Toast in zwei, drei kurzen Sätzen. Bitten Sie die Gäste, das Glas zu heben, und sagen Sie, auf wen. Danach nichts mehr, auch kein „Das war's“.
Brauche ich ein Zitat?
Nein. Ein Zitat von jemandem, den das Paar nicht kennt, wirkt austauschbar. Ein Satz, den die Person selbst oft sagt, ist viel stärker. Unser Formular hat dafür ein eigenes Feld, der Satz wird wörtlich übernommen.